Home Assistant DIY-Fernbedienung mit ESP32, E-Paper und Touch-Display

Home Assistant: DIY-Fernbedienung mit ESP32, E-Paper und Touch-Display

Homematic IP

In der Home Assistant Community entstehen regelmäßig neue Ideen, wie sich ein Smart Home effizient und elegant steuern lässt. Neben klassischen Dashboards auf Tablets oder Wanddisplays rückt dabei ein alternativer Ansatz immer stärker in den Fokus: eine dedizierte Anzeige mit E-Ink-Display.

Ein kürzlich im Subreddit vorgestelltes Projekt zeigt, wie sich ein E-Paper-Display als stilvolles Bedienelement für Home Assistant einsetzen lässt – dezent, übersichtlich und ganz ohne die typischen Nachteile klassischer Bildschirme.

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Idee und Motivation: Home Assistant ohne Tablet steuern

Das Ziel des Projekts ist eine dauerhaft verfügbare Steuerung für Home Assistant, die ohne ständig leuchtendes Display auskommt. Tablets sind zwar flexibel, bringen jedoch auch Nachteile mit sich: hoher Stromverbrauch, Ablenkung durch andere Apps und ein oft überdimensionierter Funktionsumfang.

Ein E-Ink-Display für Home Assistant bietet hier klare Vorteile:

  • extrem geringer Energieverbrauch
  • sehr gute Lesbarkeit
  • ruhiges, reduziertes Erscheinungsbild

Hardware: ESP32, E-Ink und 3D-Druck

Die Hardware basiert auf einem ESP32-E-Ink-Touchscreen, etwa einem LilyGo T5 E-Paper S3 Pro* oder einem M5Stack M5Paper S3*. Diese Geräte kombinieren ESP32 mit WLAN, einen Touchscreen und E-Paper-Display.

Damit eignen sie sich hervorragend als Home-Assistant-Client ohne zusätzliche Hardware. Die Wandhalterung wird per 3D-Druck gefertigt und ist so konstruiert, dass das USB-Kabel unsichtbar verschwindet. Dadurch wirkt das Gerät hochwertig und integriert sich sauber in den Wohnraum. Das benötigte 3D-Modell sowie eine detaillierte Anleitung stehen zum Download bereit. Die Home-Assistant-Integration und die benötigten Software-Bibliotheken sind auf GitHub dokumentiert.

Direkte Home-Assistant-Anbindung per WebSocket

Besonders technisch interessant ist die direkte Anbindung an Home Assistant über die WebSocket-API. Das E-Ink-Remote kommuniziert ohne zusätzliche Middleware direkt mit der Home-Assistant-Instanz.

Damit lassen sich unter anderem:

  • Lichter und Schalter steuern
  • Home-Assistant-Szenen aktivieren
  • Sensor- und Statusinformationen anzeigen

Änderungen werden nahezu in Echtzeit übertragen. Die Benutzeroberfläche ist speziell für E-Ink optimiert. Das typische kurze Flackern bei Bildschirm-Updates ist technologiebedingt, im Alltag jedoch kaum störend.

Stromversorgung: Die größte Einschränkung

Auch wenn E-Ink-Displays selbst extrem stromsparend sind, benötigt die dauerhafte WLAN-Verbindung zu Home Assistant Energie. In der aktuellen Umsetzung hält der integrierte Akku etwa einen Tag, wenn das Gerät permanent online ist.

In der Praxis wird die Home-Assistant-Fernbedienung daher meist dauerhaft per USB betrieben. In der Community wird intensiv über Optimierungen diskutiert – wir sind gespannt auf kommende Verbesserungen.

Fazit: E-Ink als Alternative zum Home-Assistant-Tablet

Das Projekt ist kein vollwertiger Ersatz für ein Home-Assistant-Dashboard auf dem Tablet – und genau darin liegt seine Stärke. Es ist eine spezialisierte Steuerung, reduziert auf das Wesentliche und ideal für feste Funktionen wie Licht, Szenen oder Statusanzeigen.

Für Bastler ist das Projekt ein spannender Einblick in alternative Bedienkonzepte. Die Lösung ist noch nicht vollständig ausgereift, zeigt aber eindrucksvoll, welches Potenzial E-Ink-Displays mit Home-Assistant haben.

Quelle/Foto: (Reddit/ Amazon /ZeKWork )

M5 Stack M5Stack Mikrocontroller
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