Home Assistant 2026.8: Das steckt im neuen Update

Home Assistant 2026.8: Das steckt im neuen Update

Home Assistant

Mit Home Assistant 2026.8 ist das Update für den August der Smart Home Plattform erschienen. Zu den Neuerungen gehören eine einfachere lokale Webadresse, neue Einstellungen für den Webserver, eine übersichtlichere Cloud-Verwaltung und mehr Kontrolle über Entitäts-IDs. Außerdem bringt das Update 15 neue Integrationen sowie zusätzliche Auslöser und Bedingungen für Automationen mit.

Home Assistant wird kontinuierlich weiterentwickelt und erhält in der Regel jeden Monat ein größeres Funktionsupdate. Kleinere Patches folgen im Laufe des Monats und kümmern sich vor allem um Fehlerbehebungen.

Neuinstallationen kommen ohne Port 8123 aus

Eine der auffälligsten Änderungen betrifft neue Installationen von Home Assistant OS. Bisher musste für den lokalen Aufruf in der Regel die Portnummer :8123 an die Adresse angehängt werden. Bei neuen Installationen ist das ab Home Assistant 2026.8 standardmäßig nicht mehr notwendig.

Für bestehende Systeme ändert sich dadurch allerdings nichts. Sie bleiben weiterhin unter der bisherigen Adresse und dem eingestellten Port erreichbar. Nutzer müssen nach dem Update also weder ihre Favoriten noch die Verbindung in der Companion App anpassen.

Wer die Webadresse trotzdem ändern möchte, findet die entsprechenden Möglichkeiten jetzt direkt in der Benutzeroberfläche. Dort lassen sich der Port, die verwendete Netzwerkverbindung und vertrauenswürdige Proxys konfigurieren.

Home Assistant 2026.8 web-server-settings

Damit eine falsche Einstellung nicht dauerhaft den Zugriff verhindert, hat Home Assistant eine Absicherung eingebaut. Nach einer Änderung muss die neue Konfiguration innerhalb von fünf Minuten bestätigt werden. Bleibt diese Bestätigung aus, stellt das System automatisch die vorherigen Einstellungen wieder her und startet neu.

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Wurde der Webserver bisher über YAML eingerichtet, werden die betreffenden Einstellungen beim ersten Start nach dem Update in die Benutzeroberfläche übernommen. Eine Reparaturmeldung kann anschließend darauf hinweisen, dass die alte YAML-Konfiguration aufgeräumt werden kann.

Aus „Developer Tools“ wird „Tools“

Home Assistant möchte mit dem Update sprachliche Hürden abbauen. Begriffe wie „Advanced“ oder „Expert“ wurden deshalb an rund 43 Stellen in der Oberfläche, Dokumentation und den Companion Apps entfernt. An den eigentlichen Funktionen ändert sich dadurch nichts. Die neuen Bezeichnungen sollen stattdessen genauer beschreiben, wofür eine Einstellung gedacht ist.

Auch die bisher als „Developer Tools“ bezeichneten Entwicklerwerkzeuge heißen nun schlicht „Tools“. Dort lassen sich unter anderem Zustände kontrollieren, Vorlagen testen und einzelne Bestandteile der Konfiguration neu laden. Da diese Funktionen nicht ausschließlich für Entwickler gedacht sind, passt der kürzere Name besser zu ihrem tatsächlichen Einsatzzweck.

Home Assistant Cloud wird übersichtlicher

Die Einstellungen von Home Assistant Cloud wurden ebenfalls neu gestaltet. Bisher befanden sich viele Funktionen und Schalter gemeinsam auf einer langen Seite. Mit Home Assistant 2026.8 gibt es stattdessen eine Übersichtsseite, auf der die einzelnen Cloud-Funktionen getrennt dargestellt werden.

Fernzugriff, verschlüsselte Backups, Sprachassistenten und die Companion App erhalten jeweils einen eigenen Bereich. Die zugehörigen Einstellungen befinden sich auf separaten Unterseiten.

Neue Nutzer werden zudem Schritt für Schritt durch die Einrichtung von Home Assistant Cloud geführt. Der Vorgang kann unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Mehr Kontrolle über Entitäts-IDs

Entitäts-IDs werden in Home Assistant von Automationen, Skripten und Dashboards verwendet, um beispielsweise einen Sensor oder eine Lampe eindeutig anzusprechen. Mit Home Assistant 2026.8 lassen sie sich flexibler verwalten.

Nutzer können eine Entitäts-ID selbst umbenennen und festlegen, wie die einzelnen Bestandteile der Bezeichnung angeordnet werden. Dadurch lassen sich eigene Namensschemata konsequenter umsetzen, ohne dass Home Assistant automatisch den zugewiesenen Raum in die Bezeichnung übernehmen muss.

Geräte aus mehreren Integrationen werden getrennt

Eine größere Änderung findet im Hintergrund der Geräteverwaltung statt. Wurde ein physisches Gerät bisher über zwei verschiedene Integrationen eingebunden, konnte Home Assistant die Einträge zu einem gemeinsamen Gerät zusammenfassen. Dabei waren Konflikte möglich, wenn beide Integrationen unterschiedliche Angaben zum Modell oder zur Seriennummer lieferten.

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Ab Home Assistant 2026.8 verwaltet jede Integration ihren eigenen Geräteeintrag. Bereits zusammengeführte Geräte werden beim Update automatisch getrennt und die jeweiligen Entitäten passend zugeordnet.

Automationen und Skripte sollen dadurch normalerweise nicht beeinträchtigt werden. Lediglich Konfigurationen, die ein Gerät direkt über seine interne Geräte-ID ansprechen, sollten kontrolliert werden. In betroffenen Installationen kann Home Assistant zusätzlich eine Reparaturmeldung anzeigen.

Neue Auslöser und Bedingungen für Automationen

Der Editor für Automationen erhält zwei weitere Geräte bezogene Funktionen. Für Vibrationen stehen nun nicht nur Auslöser, sondern auch passende Bedingungen zur Verfügung. So kann eine Automation beispielsweise prüfen, ob eine Waschmaschine noch vibriert, bevor eine Benachrichtigung über das Programmende verschickt wird.

Neu sind außerdem Auslöser und Bedingungen für Mondphasen. Automationen können starten, wenn sich die Mondphase ändert, oder gezielt prüfen, ob gerade Vollmond, Neumond oder eine andere Phase vorliegt.

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Fazit zu Home Assistant 2026.8

Home Assistant 2026.8 konzentriert sich vor allem auf eine verständlichere Bedienung. Neue Installationen benötigen keine angehängte Portnummer mehr, wichtige Webserver-Einstellungen wandern in die Oberfläche und Home Assistant Cloud präsentiert seine Funktionen übersichtlicher.

Bestehende Nutzer profitieren insbesondere von der flexibleren Verwaltung der Entitäts-IDs, den Verbesserungen am Editor für Automationen und den zahlreichen Erweiterungen vorhandener Integrationen. Die Änderungen an der internen Geräteverwaltung dürften in den meisten Installationen unbemerkt bleiben. Bei komplexeren Konfigurationen mit direkten Geräte-IDs ist nach dem Update allerdings ein kurzer Kontrollblick sinnvoll.

Quelle/Foto: (Amazon / Home Assistant / Chrissmart)

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