Home Assistant 2026.4: Infrarot-Support, neue Automationen und große UI-Verbesserungen

Home Assistant 2026.4: Infrarot-Support, neue Automationen und große UI-Verbesserungen

Home Assistant News

Mit Version Home Assistant 2026.4 wird ein besonders umfangreiches Update veröffentlicht, das sowohl neue Funktionen als auch grundlegende Verbesserungen für bestehende Home Assistant Systeme mit sich bringt. Der Schwerpunkt liegt auf einer besseren Integration älterer Geräte, einer deutlich vereinfachten Erstellung von Automationen sowie einer weiter verbesserten Benutzeroberfläche.

Damit setzt Home Assistant seinen monatlichen Release-Zyklus fort und zeigt erneut, wie sich die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt.

Infrarot wird Teil des Smart Homes

Eine der wichtigsten Neuerungen in Home Assistant 2026.4 ist die native Unterstützung von Infrarot (IR). Was zunächst nach veralteter Technik klingt, erweist sich in der Praxis als äußerst relevant.

Viele Haushaltsgeräte – darunter Fernseher, Klimaanlagen, Ventilatoren oder Soundbars – verfügen über einen Infrarot-Empfänger, sind jedoch nicht mit dem Smart-Home vernetzt. Genau hier setzt das Update an: Home Assistant kann diese Geräte nun direkt ansprechen und steuern.

Home Assistant infrared-proxy

Technisch erfolgt dies über sogenannte Infrarot-Proxys. Dabei handelt es sich um kleine, kostengünstige Geräte die als IR-Sender fungieren. Diese Geräte empfangen Befehle von Home Assistant und übertragen sie per Infrarot an die entsprechenden Geräte im Haushalt.

SwitchBot Hub Mini Smart Fernbedienung - IR-Sendersystem
SwitchBot Hub Mini Smart IR

Verbindung zu WLAN, Klimaanlagensteuerung, kompatibel mit Alexa, Google Home, Siri, IFTTT (White)

SwitchBot Hub Mini Matter, Intelligenter IR Blaster Hub
SwitchBot Hub Mini mit IR und Matter

Kompatibel mit Alexa/Google Home/Apple Home, Steuert Klimaanlage, IR-Geräte per App oder Sprache, Verbindet SwitchBot Geräte, Nur 2.4GHz WLAN

Das Konzept erinnert stark an die bereits bekannten Bluetooth-Proxys, die Bluetooth-Geräte im gesamten Haus erreichbar machen. Der Unterschied: Während Bluetooth bidirektional arbeitet, handelt es sich bei Infrarot um eine Einwegkommunikation. Das bedeutet, dass der aktuelle Status eines Geräts nicht immer direkt zurückgemeldet werden kann.

Dennoch funktioniert die Steuerung im Alltag zuverlässig, da Home Assistant mit sogenannten „angenommenen Zuständen“ arbeitet. Besonders interessant ist die neue Integration für LG-Fernsehgeräte*, die grundlegende Funktionen wie Ein- und Ausschalten, Lautstärke, Eingangswechsel oder Navigation ermöglicht.

Home Assistant lg-tv-infrared-proxy

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit: Statt funktionierende Geräte durch neue, „smarte“ Varianten zu ersetzen, können bestehende Geräte weiter genutzt und in das Smart Home integriert werden. Das spart Kosten und reduziert Elektroschrott.

Automationen werden deutlich einfacher und intuitiver

Ein zweiter zentraler Schwerpunkt des Updates liegt auf der Weiterentwicklung der Automationen. Seit Version 2025.12 verfolgt Home Assistant das Ziel, Automationen stärker an realen Anwendungsfällen auszurichten. Mit Version 2026.4 erreicht diese Entwicklung einen neuen Höhepunkt.

Zweckgebundene Auslöser und Bedingungen

Statt sich mit technischen Parametern wie Entitätszuständen oder numerischen Schwellenwerten auseinanderzusetzen, können Nutzer nun direkt mit verständlichen Szenarien arbeiten. Beispiele sind Formulierungen wie „Wenn ein Licht eingeschaltet wird“ oder „Wenn die Heizung läuft“. Diese sogenannten zweckgebundenen Trigger und Bedingungen vereinfachen die Erstellung von Automationen erheblich und machen sie auch für weniger technisch versierte Nutzer zugänglich.

Automationen denken wie im echten Leben

Eine besonders wichtige Neuerung ist die Einführung von domänenübergreifenden Triggern und Bedingungen. Bisher waren Automationen stark an technische Entitäten gebunden. Wer beispielsweise erkennen wollte, ob eine Tür geöffnet wurde, musste wissen, ob es sich um einen Kontaktsensor oder eine motorisierte Abdeckung handelt.

Mit dem neuen Ansatz entfällt diese Komplexität. Automationen orientieren sich nun an realen Konzepten wie:

  • Türen und Fenster
  • Bewegung und Anwesenheit
  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Energieverbrauch und Batteriestatus

Ein Trigger wie „Tür geöffnet“ funktioniert nun unabhängig davon, welches Gerät dahinter eingebunden sind. Ebenso kann eine Temperaturänderung aus verschiedenen Quellen gleichzeitig berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist ein deutlich intuitive Konfiguration, die sich stärker an der tatsächlichen Nutzung im Alltag orientiert.

Die neuen Automationsfunktionen stehen aktuell als Vorschau über Home Assistant Labs zur Verfügung. Sie können in den Einstellungen unter „System > Labs“ aktiviert werden. Da die Funktion bereits über mehrere Versionen hinweg entwickelt wurde, gilt sie als nahezu ausgereift. Gerade für Nutzer, die ihre Automationen optimieren oder erweitern möchten, lohnt sich ein Blick auf diese neuen Möglichkeiten.

Matter-Integration: Smart Türschlösser vollständig verwalten

Auch die Funktionalität für Matter wurde durchHome Assistant weiter ausgebaut. In der neuen Version können kompatible Türschlösser nun vollständig über die Plattform verwaltet werden. Auf der Geräteseite steht eine neue Funktion zur Verfügung, mit der sich Benutzer und Zugangsdaten zentral verwalten lassen.

Neue Funktionen sind:

  • neue Benutzer anlegen
  • individuelle PIN-Codes vergeben
  • Zugriffsrechte definieren
  • einmalige Zugangscodes erstellen

Aqara Smart Lock U200 (mit Fingerabdruck)
Aqara Smart Lock U200 mit Fingerabdruck

Matter Over Thread, Smartes Türschloss mit Apple Home Key und Aufladbarem Akku, Unterstützt Homekit, Google Home, Alexa und SmartThings, Schwarz

Nuki Smart Lock Pro mit Bluetooth
Nuki Smart Lock Pro mit Matter

Bluetooth, WLAN & Matter, für mühelose Integration ins Smart Home, elektronisches Türschloss ermöglicht Tür aus der Ferne zu sperren, einfach zum Nachrüsten ohne Zylindertausch

Besonders interessant ist die Möglichkeit, diese Funktionen in Automationen zu integrieren. So kann beispielsweise ein temporärer Zugangscode für Gäste automatisch erstellt und per Nachricht versendet werden. Damit entwickelt sich Home Assistant zunehmend zu einer zentralen Plattform für sicherheitsrelevante Funktionen in Ihrem Zuhause.

Dashboard: Mehr Übersicht, mehr Kontrolle, mehr Individualisierung

Neben funktionalen Erweiterungen wurde auch die Benutzeroberfläche deutlich verbessert. Bereiche im Dashboard können nun individuell eingefärbt werden. Dadurch lassen sich zusammengehörige Elemente visuell gruppieren und wichtige Informationen hervorheben. Farben und Transparenz können flexibel angepasst werden, wodurch sich das Dashboard besser an persönliche Vorlieben anpassen lässt.

Home Assistant dashboard-sections-background-colors

Eine weitere praktische Neuerung ist die Integration von Favoriten direkt auf Dashboard Karten. Beispielsweise können bevorzugte Lichtfarben oder Farbtemperaturen als Schnellzugriff gespeichert und direkt auf dem Dashboard angezeigt werden. Dadurch entfällt der Umweg über Detailmenüs. Das Konzept wurde zudem erweitert:

  • Favoriten für Rollläden und Abdeckungen
  • Favoriten für Ventile
  • Übertragung von Favoriten auf mehrere Geräte

Das spart Zeit und sorgt für eine konsistente Bedienung.

Auch die Messwertkarte wurde überarbeitet und präsentiert sich nun in einem moderneren Design. Die bekannten Funktionen bleiben erhalten, während die Darstellung klarer und besser in das Gesamtdesign integriert ist. Dadurch wirkt das Dashboard insgesamt aufgeräumter und moderner.

Fazit

Mit Version 2026.4 liefert Home Assistant eines der vielseitigsten Updates der letzten Monate. Das Update zeigt eindrucksvoll, wie sich sowohl neue als auch ältere Geräte in ein einheitliches Smart-Home integrieren lassen. Gleichzeitig wird die Bedienung weiter vereinfacht, ohne dabei an Flexibilität zu verlieren. Damit bleibt Home Assistant eine der leistungsfähigsten und anpassungsfähigsten Plattformen.

Quelle/Foto: (Amazon / HA Release Notes)

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